Jusos Dahme-Spreewald
Der Landesdelegiertenkonferenz & SPD- Landesparteitag möge beschließen:
„Brandenburg hängt an der Nadel“ – Umwandlung Brandenburgs von monokulturellen Wirtschaftskiefernwäldern zu einem zusammenhängenden nachhaltig-diversifizierten Wirtschaftswald.
Die SPD Brandenburg setzt sich für die Unterstützung von Waldbesitzer*innen ein, die ihren monokulturellen Waldbesitz in eine diversifizierte Wirtschaftswaldfläche umwandeln möchten.
Es sollen aktiv finanzielle Anreize geschaffen werden, um Waldbesitzer*innen, unabhängig von der Größe ihres Waldbesitzes, dazu zu ermutigen und dabei finanziell unterstützen ihre monokulturellen Kiefernwälder zu artenreicheren und dichteren Wäldern zu transformieren. Hierfür muss die Differenz zwischen der Lukrativität des Kiefernanbaus und des Preises eines nachhaltigen Brandenburger Waldes finanziell ausgeglichen werden, um weniger lukrative Baumarten zu fördern.
Begründung:Im 19. Jahrhundert war ganz Brandenburg fast völlig entwaldet. Dies lag am massiven Holzbedarf der wachsenden Gesellschaft Preußens. Man entschied sich durch Nachpflanzen von Bäumen einer möglichen Desertifikation (Wüstenbildung) Brandenburg zu entgehen, indem man auf dem sandigen Boden einen schnellwachsenden und pflegeleichten Baum pflanzte – die Kiefer. Von Preußen bis in die DDR wurde der monokulturelle Anbau von Kiefern staatlich unterstützt. Bis heute wird sie immer wieder angepflanzt mit dem Argument des „Brotbaums“. Leider ohne sich der ökologischen und ökonomischen Konsequenzen bewusst zu werden.
Der Anbau von Kiefern in Monokultur entwässert den Boden und senkt den Grundwasserspiegel, was daher resultiert, dass es sich um tiefwurzelnde Bäume handelt, die an wasserärmere Regionen angepasst sind. Des Weiteren erleichtert ein Kiefernwald eine Ausbreitung eines Waldbrandes, da Monokulturen in langen gleichmäßigen Fluren gepflanzt wurden. Dazu kommt die leichte Entflammbarkeit des Kiefernharzes. Auch sind Kiefern wenig sturmbeständig oder wasserresistent, was zu mehr brandförderndem Totholz führt. Zuletzt führt auch die Anfälligkeit für den sogenannten Kiefernborkenkäfern zu riesigen Mengen brandförderndem Totholz. Die Gefahr für Waldbrände wird in Brandenburg mit dem Klimawandel stetig zunehmen. Wir haben uns den Zunder ins Haus geholt und warten ein Funken.
Es ist deshalb unerlässlich die Kiefernmonokulturen, die eine Gefahr für die brandenburgische Waldwirtschaft und die in Brandenburg lebenden Menschen darstellen, in einen diversifizierten Laub- und Mischwald umzuwandeln, wie er hier einst auf dem sandigen Brandenburgischen Boden heimisch war.
Empfehlung der Antragskommission:


