Landesvorstand
Der Landesdelegiertenkonferenz möge beschließen:
Die Jusos Brandenburg sind ein diverser Verband - Queer- und BiPoC Vernetzungen gehören in den Landesverband
Die Jusos Brandenburg verpflichten sich dazu:
- Dass auf Veranstaltungen der Jusos Brandenburg mit mindestens einer inkludierten Übernachtung Vernetzungsräume für queere Menschen und BiPoC geschaffen werden müssen
- Simultan zu diesen Vernetzungsräumen soll in einem anderen Raum eine “queerpolitische Runde” oder eine “Antirassistische Einordnung” stattfinden, dort soll das Veranstaltungsthema aus queerpolitischer und antirassistischer Perspektive eingeordnet und diskutiert werden.
- Dem Landesvorstand obliegt die Gestaltung dieser Formate
Politische Bildungsarbeit und Empowerment müssen Hand in Hand gehen – vor allem, wenn wir von einer linken, feministischen und antirassistischen Organisation wie den Jusos Brandenburg sprechen. Veranstaltungen mit Übernachtung bieten nicht nur Zeit für intensive politische Auseinandersetzung, sondern auch für Austausch, Reflexion und Vernetzung – und genau dafür braucht es geschützte, diskriminierungssensible Räume.
Queere Menschen und BiPoC sind in unserer Gesellschaft strukturell benachteiligt und erleben auch in unseren Räumen immer wieder Ausschlüsse oder Mikroaggressionen. Vernetzungsräume für diese Gruppen schaffen nicht nur Sicherheit, sondern geben Raum für Austausch über geteilte Erfahrungen, Selbstermächtigung und solidarische Strategien.
Darüber hinaus ist es notwendig, politische Inhalte nicht isoliert zu betrachten, sondern konsequent intersektional. Eine queerpolitische Runde oder eine antirassistische Einordnung parallel zu den Vernetzungsräumen ermöglicht es allen Teilnehmenden, das jeweilige Veranstaltungsthema aus einer machtkritischen Perspektive zu reflektieren. So werden queere und rassismuskritische Perspektiven nicht an den Rand gedrängt, sondern aktiv in die Debatten eingebracht – als fester Bestandteil unserer politischen Arbeit.
Mit diesem Antrag schaffen wir Raum für beides: Rückzug und Schutz – genauso wie Sichtbarkeit und Einflussnahme. Beides ist notwendig, um queere Menschen und BiPoC innerhalb der Jusos Brandenburg zu stärken und ihren Perspektiven einen festen Platz in unserer politischen Praxis zu geben. Die Umsetzung in Verantwortung des Landesvorstands sorgt dafür, dass diese Formate professionell, begleitet, sensibel konzipiert und fest in den Veranstaltungsablauf integriert werden.
Wir machen damit deutlich: Unsere Räume gehören allen, aber sie müssen auch von allen mitgestaltet und sicher erlebt werden können.
Empfehlung der Antragskommission:


