Einführung einer Nachhaltigkeitsampel für Lebensmittel in Lebensmittelgeschäften

AntragstellerInnen:

Jusos Potsdam-Mittelmark

Der Landesdelegiertenkonferenz & Bundeskongress möge beschließen:

Einführung einer Nachhaltigkeitsampel für Lebensmittel in Lebensmittelgeschäften

Die Jusos Brandenburg fordern die Einführung einer CO2-Lebensmittelampel, bei der der direkte und indirekte Ausstoß von CO2 oder CO2-Äquivalenten einerseits durch eine Farbkennzeichnung und andererseits durch eine konkrete Zahl (Score) auf der Verpackung sichtbar gemacht wird. Dabei sind sowohl direkte als auch indirekte Emissionen der Produktion, Lagerung und des Transportes zu berücksichtigen.

Begründung:

Etwa 24% der weltweiten Emission an Treibhausgasen wird durch die Landwirtschaft verursacht, für die Bekämpfung des Klimawandels ist es also von zentraler Bedeutung, dass dieser verringert wird. Eine CO2-Ampel für Lebensmittel ist einer von vielen Schritten, der zu dieser Reduzierung beitragen kann, indem Verbraucher*innen die Möglichkeit erhalten, die Auswirkungen von Produkten auf das Klima in ihre Kaufentscheidung einzubeziehen. So würde es sich auch für die Produzent*innen auch mehr lohnen, klimaschonend zu produzieren. Selbstverständlich kann dies nicht der einzige Weg zu einer klimafreundlichen Ernährung sein, auch weil klimafreundliche Produkte oftmals mehr kosten werden und somit gerade Geringverdiener*innen nur vermeintlich die Wahl haben. Allerdings stellt die Ampel einen sinnvollen ersten Schritt zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen bei und erfordert zudem die Berechnung dieser, was der Grundstein zu weiteren Schritten, wie z.B. einer CO2 Bepreisung, in diesem Bereich ist.

Empfehlung der Antragskommission: