43/I/2025 Fleischproduktion, Klimaschutz und Landwirtschaft: Eine wichtige Verbindung

AntragstellerInnen:

Jusos Uckermark

Der Landesdelegiertenkonferenz möge beschließen:

Fleischproduktion, Klimaschutz und Landwirtschaft: Eine wichtige Verbindung

Wir fordern, dass auf allen Veranstaltungen der Jusos Brandenburg Neben der vegetarischen und veganen Kost auch eine fleischhaltige Alternative möglichst aus Weidehaltung angeboten wird.

Begründung:

Die Fleischproduktion ist ein zentraler Bestandteil der Landwirtschaft und spielt eine entscheidende Rolle im Kontext des Klimaschutzes.

1. Fleischproduktion als Teil der nachhaltigen Landwirtschaft

Fleischproduktion ist nicht nur eine Frage der Ernährung, sondern auch der Landwirtschaft. Rinder, Schafe und andere Weidetiere tragen zur Erhaltung von Graslandschaften und zur Förderung der Biodiversität bei. Durch gezielte Beweidung wird das Wachstum von Pflanzen angeregt, was zu einem stabileren Ökosystem führt. Darüber hinaus können die Exkremente der Tiere als natürlicher Dünger verwendet werden, wodurch der Einsatz von chemischen Düngemitteln verringert wird. Diese Praktiken tragen zur Regeneration des Bodens und zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit bei, was letztlich für die Landwirtschaft unerlässlich ist.

2. Fleischproduktion und CO2-Bindung

Ein oft übersehener Aspekt der Fleischproduktion ist ihre Rolle in der Kohlenstoffbindung. Weidetiere fördern durch ihre Beweidung die Kohlenstoffspeicherung im Boden. Durch eine nachhaltige Beweidung können CO2-Emissionen minimiert und sogar Senken geschaffen werden, die helfen, den Klimawandel zu bekämpfen. Studien haben gezeigt, dass gut geführte Beweidungspraktiken die Bodenqualität verbessern und die Kohlenstoffvorräte erhöhen können. Dies ist besonders wichtig in einer Zeit, in der der Klimaschutz an oberster Stelle stehen sollte.

3. Regionalität und die Verkürzung von Transportwegen

Die Förderung regionaler Fleischproduktion reduziert nicht nur den ökologischen Fußabdruck durch die Verkürzung von Transportwegen, sondern unterstützt auch die lokale Wirtschaft. Wenn wir regional erzeugtes Fleisch konsumieren, fördern wir nicht nur nachhaltige Praktiken, sondern stärken auch die Gemeinschaft, die das Fleisch produziert. Dies hat positive Auswirkungen auf die lokale Beschäftigung und die wirtschaftliche Stabilität. Die Abhängigkeit von importiertem Fleisch und den damit verbundenen Umweltschäden (Transportemissionen, Verlust der Biodiversität) wird so verringert.

4. Ernährungssicherheit und kulturelle Relevanz

Fleisch ist für viele Kulturen ein Grundnahrungsmittel und spielt in unterschiedlichen Traditionen und Festlichkeiten eine zentrale Rolle. Eine nachhaltige Fleischproduktion sichert nicht nur die Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln, sondern trägt auch dazu bei, kulturelle Praktiken und Essgewohnheiten aufrechtzuerhalten. Zudem kann die Landwirtschaft durch eine ausgewogene Tierhaltung zur Ernährungssicherheit beitragen, indem sie wertvolle Nährstoffe liefert und die Versorgung diversifiziert.

5. Innovation und Forschung in der Fleischproduktion

Die Herausforderungen des Klimawandels erfordern innovative Ansätze in der Fleischproduktion. Technologische Fortschritte und Forschung zeigen, dass es möglich ist, die Effizienz der Fleischproduktion zu erhöhen und gleichzeitig die Umweltauswirkungen zu minimieren. Methoden wie die regenerative Landwirtschaft, die Verbesserung der Fütterungspraktiken oder der Einsatz alternativer Eiweißquellen können zu einer nachhaltigeren Fleischproduktion führen. Dies ist nicht nur für das Klima wichtig, sondern auch für die Zukunft der Landwirtschaft.

Fazit

Die Fleischproduktion ist ein komplexes Thema, das sowohl für die Landwirtschaft als auch für den Klimaschutz von Bedeutung ist. Durch nachhaltige Praktiken, regionale Produktion und innovative Ansätze können wir die Herausforderungen, vor denen wir stehen, meistern und einen positiven Einfluss auf die Umwelt ausüben. Es liegt an uns, verantwortungsvoll mit den Ressourcen umzugehen und eine Landwirtschaft zu fördern, die sowohl produktiv als auch nachhaltig ist. Nur so können wir eine lebenswerte Zukunft für kommende Generationen gewährleisten.

Empfehlung der Antragskommission: