1/I/2021 Obligatorische Anschlussversicherung für Absolventen? Frühestens nach 6 Monaten!

AntragstellerInnen:

Jusos Märkisch-Oderland

Der Landesdelegiertenkonferenz & Bundeskongress & SPD- Bundesparteitag möge beschließen:

Obligatorische Anschlussversicherung für Absolventen? Frühestens nach 6 Monaten!

Die Jusos fordern, dass man auch bis zu 6 Monate nach Beendigung eines Studiums oder einer Ausbildung in einer gesetzlichen Krankenversicherung familienversichert sein kann.

Begründung:

Die Familienversicherung von über 23jährigen (bei Ableistung von Wehrdienst, Bundesfreiwilligendienst o.ä. verlängert sich dieser Zeitraum entsprechend) endet, sobald die Ausbildung oder Studium beendet wird. Wenn nicht direkt im Anschluss eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung gefunden bzw. aufgenommen wird oder beispielsweise ALG II bezieht, wird man automatisch in Form einer obligatorischen Krankenversicherung versichert. Dies kann nur bei Nachweis einer freiwilligen Versicherung z.B. bei einer privaten Krankenversicherung verhindert werden.

Die Beiträge muss der Versicherte hierbei selbst bezahlen. Diese betragen bei der IKK Brandenburg und Berlin ohne Pflegeversicherung z.B. 169,87 €/Monat. Dies stellt eine erhebliche finanzielle Belastung für arbeitssuchende junge Menschen und deren Familien dar, die aufgrund fehlender Beschäftigungszeiten kein Arbeitslosengeld I beziehen können. Auch haben Studierende häufig keinen Anspruch auf ALG II, da Sie nach Ende des Studiums zurück zu Ihren Eltern ziehen und somit mit diesen eine Bedarfsgemeinschaft bilden.

Empfehlung der Antragskommission: