6/I/2020 Ungleichheiten im Abitur durch nachträgliche Notenangleichungen verhindern!

AntragstellerInnen:

Landesvorstand

Der Landesdelegiertenkonferenz, MBJS, SPD Landtagsfraktion, Landesparteitag SPD Brandenburg & KMK möge beschließen:

Ungleichheiten im Abitur durch nachträgliche Notenangleichungen verhindern!

Wir fordern das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg dazu auf, dass es in der Kultusministerkonferenz auf die entstehenden Ungerechtigkeiten durch Notenanhebungen einzelner Bundesländer in den Abiturprüfungen aufmerksam macht und einen Vorschlag zur Lösung des Problems ausarbeitet.

Auf lange Sicht soll es das Ziel bleiben, dass ein deutschlandweites Zentralabitur angestrebt wird, durch welches Ungleichbehandlungen im föderalistischen Bildungssystem umgangen werden können.

Begründung:

In den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu nachträglichen Anhebungen der Punktzahlen in den Abiturprüfungen, nachdem der Schnitt dieser schlechter ausgefallen ist. Anhand des diesjährigen Mathematik-Abiturs soll die daraus resultierende Ungerechtigkeit aufgezeigt werden:

Im Zuge des Mathematik-Abiturs im Schuljahr 2019/20 entstanden zahlreiche Diskussionen bezüglich der übertriebenen Schwierigkeit und zu geringer Bearbeitungszeit, in mehreren Bundesländern, was sich durch einen teils schlechteren Notendurchschnitt auch bemerkbar machte. Einige Bundesländer reagierten hierauf: Sachsen hob die Ergebnisse aller Schüler*innen, die in diesem Fach ihre Abiturprüfung schrieben um einen Notenpunkt an; Bremen sogar um zwei Punkte.

Die Ergebnisse jeder einzelnen Abiturprüfung gehen in fünffacher Wertung in die Gesamtbewertung des Abiturs ein, wodurch jeder einzelne Notenpunkt gleich fünf Punkte in der Gesamtqualifikation bringt. Durch die Anhebungen der Punktzahlen, die so zum Beispiel jeder*m Bremer Schüler*in, die ihr Abitur in Mathematik schrieb, zehn Punkte für die Gesamtbewertung bringt, entstehen in der weiteren Bewerbungsphase für Studien- oder Ausbildungsplätze massive Ungerechtigkeiten gegenüber allen Schüler*innen, in deren Bundesländern es keine Notenanhebungen gab.

Was hier besonders betrachtet werden muss ist, dass auch in Brandenburg Kritik zur Schwierigkeit des diesjährigen Mathematik-Abiturs geäußert wurde. Zahlreiche Lehrer*innen

Empfehlung der Antragskommission: